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Der Schwerpunkt beim Goshin-Jitsu ist die realistische Selbstverteidigung.
Eine Erläuterung ohne japanische Fachbegriffe:

Selbstverteidigung (SV) beginnt nicht beim Schulterwurf, Faustschlag oder Frontkick. Es geht erst mal um das Selbstbewußtsein: Was ist das eigentlich für ein innerer Wert, den wir da neben Geldbeutel und Körper verteidigen? > Sich keinem fremden Willen beugen zu müssen, in welcher Form auch immer, das ist eine der Grundlagen. Das fängt nicht unbedingt bei Handgreiflichkeiten an, sondern kann bei Themen von Beleidigung bis Mobbing beginnen. 
Selbstbehauptung, Selbstwertgefühl, Selbstschutz, Selbstverteidigung (SV), das Bestehen in einer Notlage oder Ausnahmesituation von Situationsbeurteilung über Kommunikation und Konfliktbewältigung bis Notwehr. Gewalt und Gewaltprävention, "Täter- und Opferrolle", das alles hat nur am Rande mit Sport zu tun - und mit sportlichem Wettkampf gar nicht - trotz der ganzkörperlichen sportlichen Betätigung beim regelmäßigen Training.

Die "Zeiten" werden nicht sicherer. Aus verschiedenen Gründen nimmt die Rücksichtslosigkeit gegenüber dem Nächsten ständig zu. Die Hemmschwellen sinken und die Gewaltbereitschaft steigt, das ist nicht nur an Schulen und Bahnhöfen zu beobachten. Soziale Probleme verschärfen die Situation noch weiter. In der realistischen SV geht es nicht um Kondition für viele Runden Wettkampf, sondern um die Bewältigung einer Situation, die oft nur wenige Sekunden akut ist.

Wenn man weiß, wie man sich verteidigen kann, dann wird man selbstsicherer. Schon die Ausstrahlung einer gewissen Selbstsicherheit kann der erste Schritt zur erfolgreichen Konfliktvermeidung oder Selbstverteidigung sein. Jedermann kann seine diesbezüglichen Fähigkeiten verbessern, egal ob jung oder alt, ob schwer oder leicht, ob Frau oder Mann, und egal ob bereits Sportler (auch Budosportler) oder nicht ...

Die beste SV ist natürlich immer, gefährliche Situationen möglichst zu vermeiden. Im "Fall des Falles" ist es intelligenter die Flucht zu ergreifen, als die Schneidezähne zu riskieren (oder Schlimmeres), oder ggf. sogar seine Begleitung zu gefährden.

>  Wenn Sie sich jedoch im Ernstfall stellen müssen, dann lassen Sie sich von Profis zeigen, wie das konsequent und effektiv möglich ist. 

Gegenstimme: 
"Aber ich brauche sowas nicht. Ich habe einen super Sportverein, der bietet auch zweimal im Jahr einen Kurs in Selbstverteidigung an."
-- Tja, schon richtig, das ist mehr als nichts. Auch wir bieten bei Bedarf zeitlich begrenzte Seminare an (Frauen-SV, Kinder-, Senioren-, Behinderten-Kurse). Aber: So wie auch zweimal im Jahr einen Abend mit Tanzunterricht zu besuchen mehr wäre als nichts. Könnte man dadurch wirklich gekonnt tanzen?  Und: Tanzen ist Spaß, SV-Training macht auch Spaß, Notwehr bzw. SV im Ernstfall aber nicht.  Wie der Name schon sagt: Notwehr wird relevant, wenn man in Not ist. In einer Notlage, einer Ausnahmesituation. - Was mit Sport oder sportlicher Fairness nichts zu tun hat. Erhöhen Sie für sich die Chance auf eine realistische Selbstverteidigung. Ganz abgesehen von der sinnvollen körperlichen Bewegung im Training. 
> Nur regelmäßiges Training macht technisch sicher und persönlich selbstsicher.